Was macht diese Pflanze giftig?
Kurzprofile heimischer Giftpflanzen: wie man sie erkennt, welcher Stoff wirkt, wo er im Körper angreift und womit man sie verwechseln kann. Das Lexikon wächst jede Woche.

Herbst-Zeitlose
Blüht jetzt auf feuchten Wiesen – ohne ein einziges Blatt. Ihr Gift stoppt die Zellteilung.

Gewöhnliche Eibe
Die häufigste Pflanze bei Giftnotrufen. Der rote Samenmantel ist harmlos – der Samen darin nicht.

Gewöhnlicher Goldregen
Goldgelbe Blütentrauben im Mai, im Sommer Hülsen wie Erbsenschoten. Sein Gift wurde zum Mittel gegen das Rauchen.

Echte Tollkirsche
Glänzend schwarze Beeren, süßlich im Geschmack. Benannt nach der Schicksalsgöttin, die den Lebensfaden durchschneidet.

Pontische Azalee
Leuchtend gelb und stark duftend. Ihr Gift steckt sogar im Nektar – und im Honig, der daraus entsteht.

Breitblättriges Pfaffenhütchen
Leuchtend pinke Kapseln an langen Stielen. Die Beschwerden beginnen oft erst nach vielen Stunden.

Virginischer Tabak
Nikotin aktiviert einen Rezeptor, den unser Körper für Acetylcholin gebaut hat – erst zu stark, dann gar nicht mehr.
Zur Einstufung: Die Grade folgen der fünfstufigen Skala aus meinem Buch – 1 gering toxisch, 2 mäßig toxisch, 3 stark toxisch, 4 potenziell letal, 5 letal. Sie beziehen sich auf den Menschen. Ob eine Pflanze im Einzelfall gefährlich ist, hängt vom Pflanzenteil, der Menge und davon ab, ob zerkaut wurde. Mengenangaben stehen hier bewusst nicht.